Projektbesuch bei der Mais Kooperative – Indakuki Maize, Gashora Sector – Ruanda

Anmerkung: In den folgenden Artikeln zu diesem Thema habe ich mich für die Darstellung von Bilderserien entscheiden, da diese die Stimmung während unseres Besuchs besser vermitteln als einzelne aus dem Kontext „gerissene“ Fotografien.

Den Freitagvormittag hatten wir zur freien Verfügung und am frühen Nachmittag ging es dann im Konvoi zur der Mais Kooperative, 2 Stunden südlich von Kigali.

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Steckbrief –Bugesera Kooperativen, Gashora Sector
 
  • 11 Kooperativen mit über 8.000 Mitgliedern, seit 5 Jahren
  • jede Kooperative arbeitet mit der Urwego Opportunity Bank of Ruanda
  • insgesamt 500 Mio. Francs Kreditvolumen (580.000 EUR)
  • die Kooperative verkauft ihre Ernteerträge an die Bugesera Agri Business Company
  • Hauptanbauprodukt ist Mais, gefolgt von Soja und Sorghum
  • Entwicklung:
    • von Ernährungsproblemen der einzelnen Bauern hin zu Ernährung einer ganzen Gegend
    • von geringer Qualität, die schwierig zu verkaufen ist, hin zu Qualitätsware, die schnell vergriffen ist
  • momentan läuft ein Kreditantrag für einen Truck für alle 11 Kooperativen à Abtransport von den Feldern zu der Fabrik
  • Herausforderung: weiter Weg zur nächsten Urwego-Filiale; Lösungsvorschlag von Urwego: mobile Banking

besuchte Kooperative: Indakuki Maize

  • 2007 mit 465 Personen gestartet
  • sehr sehr dankbar über den Erhalt von Krediten
  • Kredit für hochwertiges Saatgut und Dünger
  • Motto: Gegenseitige Unterstützung statt Konkurrenz!

Quelle: Hendrik Vodegel, Projektleiter go4school (Opportunity in Aktion) 2016

Kurz vor Erreichen unseres Zieles fuhren wir an einer großen Zeltstadt vorbei und wunderten uns über die Aufschrift „UNHCR” auf den Zeltplanen. Später erfuhren wir von unseren Gastgebern, dass es sich um ein aktives Flüchtlingslager handelt, dass Flüchtlinge aus Burundi aufnimmt. Ein etwas komisches Gefühl  da uns die Diskussionen in unserer Heimat plötzlich etwas „eigenartig” vorkommen. ein so armes Land wie Ruanda nimmt 2015 – 75.000 Flüchtlinge aus Burundi auf … aber es sind eben alles Afrikaner!

Ankunft im Dorf

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Im Dorf angekommen wurden wir von zahlreichen Ruandern auf einem „Dorfplatz“ in einem Halbkreis mit Stühlen herzlich empfangen. Laute (stark verzerrte) Popmusik dröhnte aus Lautsprechern, die von einem DJ versorgt und gesteuert wurden. Die Gastgeberinnen und Gastgeber tanzten ausgelassen mit „Kind und Kegel“ zu der Musik und forderten sogleich uns go4school Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum gemeinsamen „Bewegen“ auf. 

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  Auch die Kinder konnte es nicht mehr auf dem Stuhl halten … _DM30684

 

 
Nach den ersten Tanz gab es eine Eröffnungsrede der Mais Kooperative sowie von unserem Initiator der go4school Bildungsrallye und Botschafter von OiD Hans-Henning Nathow und es wurden Gastgeschenke ausgetauscht. Zwei Gastgeberinnen überreichten Henning selbst hergestellte Korbwaren und Henning die importieren Fußbälle von Eintracht Braunschweig, die sogleich in den Einsatz kamen. Zunächst kickten die Erwachsenen und kurze Zeit später wurden die Fußbälle von den Kindern entführt.
Am Rande des Besuchs gab es emotionale, bewegende Momente, die ich in einem separaten Artikel zeigen möchte.